Jeder bedürftige Schüler bekommt kurzfristig ein digitales Endgerät

29.03.2021

Landes-Förderung für die nordfriesischen Schulen in Höhe von knapp 348.000 Euro

Mit dem Vierten Nachtragshaushalt zur Abfederung der Auswirkungen der Corona-Pandemie hat der Schleswig-Holsteinische Landtag 14 Millionen Euro für den Erwerb von zusätzlichen digitalen Leih-Endgeräten zur Nutzung durch Schülerinnen und Schüler zur Verfügung gestellt. Mit diesem Landes-Sofortausstattungsprogramm II für digitale Endgeräte („Landesprogramm Digitale Schule SH – Leihgeräte für bedürftige Schülerinnen und Schüler“) können jetzt alle bedürftigen Schüler, die bisher kein Leihgerät hatten, mit Laptops oder Tablets für den digitalen Distanzunterricht ausgestattet werden - und dies einschließlich der Software, der Inbetriebnahme und des weiteren Zubehörs.

Dazu sagt Klaus Jensen, CDU-Landtagsabgeordneter aus Nordfriesland:

„Die Ausstattung unserer Schulen, von Lehrern und von Schülern mit digitaler Technik schreitet voran. Mir ist es wichtig, dass dabei kein Kind auf der Strecke bleibt! Deshalb habe ich mich im Landtag dafür eingesetzt, dass jeder bedürftige Schüler und jede bedürftige Schülerin ein digitales Gerät ausleihen kann. Denn jeder Schüler muss am digitalen Distanzunterricht teilnehmen können. Wenn die Eltern nicht das Geld für einen Laptop haben, müssen wir als Land aushelfen. Im Zuge der Corona-Nothilfemaßnahmen haben wir dafür ein eigenes Landesprogramm eingerichtet.“

Es habe zwar ein Bund-Länder-Programm für digitale Leih-Endgeräte gegeben. Die Mittel aus diesem Programm seien aber schnell ausgegeben worden und es habe sich gezeigt, dass es zusätzliche Bedarfe gebe. Mit dem neuen Landesprogramm, könne jetzt aber auch dem letzten bedürftigen Schüler ein digitales Endgerät zur Verfügung gestellt werden, so Jensen.

„Ich freue mich sehr darüber, dass nordfriesische Schulen zusätzliche Landes-Mittel in Höhe von knapp 348.000 Euro bekommt. Mit dieser Summe können etwa 720  zusätzliche Laptops oder Tablets angeschafft werden. Damit kann jetzt jeder bedürftige Schüler ein Gerät zum Ausleihen bekommen. Das ist ein großer Beitrag für Chancengerechtigkeit in der Schule und ein toller Erfolg für eine gute Bildung für jedes Kind, egal welchen familiären Hintergrund es hat.

Auch wenn die Schulen bereits Endgeräte für bedürftige Schüler angeschafft haben, übernimmt das Land jetzt die Kosten rückwirkend und im Nachhinein. Damit erhalten die nordfriesischen Schulträger eine zusätzliche Unterstützung in Corona-Zeiten.

Und selbst wenn ein Kind durch dieses Raster fallen sollte oder wenn in der Schule einmal kein Leihgerät vorrätig sein sollte, gibt es eine einfache und unbürokratische Förderung beim Jobcenter in Höhe von 350 Euro, um ein digitales Gerät zu kaufen. Damit wirklich jeder Schüler im Land bestmögliche Bildung auch in der Pandemie bekommt,“ so Klaus Jensen, MdL abschließend.