Die Rede von Klaus Jensen zu TOP 16 der Landtagsdebatte vom 26.09.2018

27.09.2018

Klare Regeln für Vermietung von Ferienunterkünften über Buchungsportale - Diskussionswürdiges Thema - aber in drei Ausschüssen

Sehr geehrter Herr Präsident,
meine Damen und Herren,


die SPD-Fraktion hat mit dem vorliegenden Antrag ein durchaus diskussionswürdiges
Thema auf die Tagesordnung der heutigen Landtagssitzung gesetzt, in dem es um
Vermietung von Ferienunterkünften über Buchungsportale geht. So weit, so gut!


Es hat mich aber durchaus stutzig gemacht, dass die Fachsprecherinnen gleich drei
verschiedener Bereiche, nämlich für Finanzen, für Tourismus und für Wohnungsbau
diesen Antrag unterschrieben haben. Da kommt man schon ins Grübeln, was denn
jetzt alles mit dem Antrag erreicht werden soll?! Jedenfalls ist das „Erschlagen“ aller
drei Themenbereiche in einem Wurf – mit Verlaub – zum Scheitern verurteilt!
Meine Fraktion hat sich innerhalb Ihres Antrages, verehrte SPD-Kolleginnen, für den
touristischen Part als Schwerpunkt entschieden, und deswegen stehe ich als
tourismuspolitischer Sprecher hier am Pult.


Zufällig bin ich zusammen mit meiner Frau auch noch Vermieter von
Ferienwohnungen auf meiner Heimatinsel Pellworm und kann deswegen die
Bedeutung von Online-Buchungsportalen ganz gut einschätzen. Sie werden immer
wichtiger, auch und besonders für kleinere private und gewerbliche Vermieter, um
eine gute Belegung der Ferienquartiere zu erreichen. Dennoch sind die statistisch
ermittelten Zahlen der Übernachtungen über solche Portale noch im sehr
überschaubaren Bereich. Das ist bei der Vermittlung von Hotelzimmern, wie sie von
zahlreichen privaten Anbietern, aber auch u. a. von der DEHOGA Schleswig-Holstein
betrieben werden, schon anders.


Machen wir uns nichts vor, dieser Vermarktungsweg über digitale Geschäftsmodelle
wird zunehmen und wir sollten dies als große Chance begreifen, den
Tourismusstandort Schleswig-Holstein zu stärken. Auch wenn der Tourismus in
unserem Land zurzeit sehr gut läuft, dürfen wir in den Anstrengungen für Qualität und
Service nicht nachlassen. Dazu gehört aber auch eine professionelle Ansprache im Internet.